TC 015 – Amateur Funker

Urkunde von Sebastian

Urkunde von Sebastian

Immer wieder samstags, alle 14 Tage neu! Auch an diesem Wochenende kam die Expertenrunde des Truckercasts wieder zusammen, um über Interessantes und Kurioses rund um Transport und Verkehr zu talken. Wir sprechen über einen Phantomstau, Ramsauers durchgeboxte Punktereform in Flensburg und einen Plastikpenis für drogensüchtige Verkehrsteilnehmer. Es gibt mittlerweile wirklich nichts mehr, was es nicht gibt auf dieser Welt. Desweiteren haben wir mit Mathias einen interessanten Gast, mit dem wir über CB- und Amateurfunk sprechen. Für manchen LKW- Fahrer auch heute noch ein abwechslungsreiches Hobby und Kommunikationsmittel.

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Ausführliche Shownotes gibts wie immer nach dem Klick:

Intro 00.00.00:000
Begrüßung 00.00.33.000
Christoph fehlt aus familiären Gründen
Begrüßung und Vorstellung des Gastes
Wie waren die letzten 14 Tage? 00:02:11:000
Boris hatte einen Phantomstau auf der Autobahn. EIn LKW stand ohne ersichtlichen Grund in einer Baustelle und hielt den gesamten Verkehr auf.  Boris fragt sich, was genau da passiert ist. 
Sebastian spricht bei SternTV einen Bericht an  http://rtl-now.rtl.de/stern-tv/thema-ua-wenn-der-ehepartner-ein-doppelleben-fuehrt.php?container_id=130921&player=1&season=0  (Ab einer Stunde beginnt der Beitrag – die Sendung wird nach 7 Tagen aus dem Archiv gelöscht!) Der Bericht handelt vom Alltag eines Berufkraftfahrers. Sebastian spricht an, das Osteuropäer einfach in der Lage sind, Fahrerkarten umzuprogrammieren und zu manipulieren. Simon erzählt, das Fahrer gerne auch mal mit einer zweiten Fahrerkarte unterwegs sind. Ori erwähnt, das es für jedes System eine Möglichkeit gibt, Programme zu hacken und zu umgehen. Diskussion darüber, wie lange die Daten auf der Fahrerkarte gespeichert werden. Das Gerät kontrolliert, wann das Auto bewegt wird und wann Pausen gemacht werden. Dieses System kann einfach mit einem Laptop gehackt werden. 
Simon war bei einer Schulung, wo der Ausbilder eine Geschichte von einem LKW-Fahrer erzählt, der mit 110km/h unterwegs war und aufgrund dessen kontrolliert wurde. Der LKW wurde untersucht; hierbei stellte sich heraus, dass die Fahrerkarte komplett manipuliert wurde, so das keine Mautdaten erhoben wurden und keine Werte aufgezeichnet waren.
Es werden Witze darüber gemacht, das die NSA über Satellit auch die Fahrerkarten ausliest
Simon spricht die Geschichte von einem Menschen Facebook- User aus Darmstadt an, der im sozialen Netzwerk öffentlich zu einem Spaziergang um ein Gebäude eingeladen hat, in dem Abhöraktivitäten der NSA bzw. der US- Regierung vermutet werden.
Der Ersteller der Veranstaltung auf Facebook wurde daraufhin von der Polizei und vom Staatsschutz “besucht”. Mathias erwähnt, dass man als deutscher Staatsbürger auch zwei Reisepässe haben kann. Dies kann von Vorteil sein, wenn man beispielsweise Einreisestempel eines Nahost- Staates hat und in die USA einreisen möchte. 
Der “Brückenspringer” 00:18:54:000
Sebastian erzählt von seinem Erlebnis in den letzten 14 Tagen; auf der A5 am Kreuz Bensheim war ein Großaufgebot an Rettungskräften (Polizeihubschrauber, Autobahnmeisterei, Rettungsdienst, Feuerwehr  und Polizei) vor Ort. Nachdem die Strecke wieder freigegeben wurde, hat er nichts gesehen außer einem stehendem LKW, an dem kein Schaden ersichtlich war. Er konnte nicht erkennen, was der Grund dieses Einsatzes war, hat aber abends einen Artikel gefunden, in dem berichtet wurde das ein Mensch von einer Autobahnbrücke springen wollte um suizid zu begehen. http://ipadapp.echo-online.de/region/bergstrasse/bensheim/Mann-wird-auf-A-5-von-Lastwagen-erfasst-Autobahn-gesperrt;art1233,4105740
Sebastian findet es nicht in Ordnung, das bei dem Suizidversuch unbeteiligte LKW-Fahrer mit hineingezogen und “belastet” werden. Sebastian hat von einer Statistik gehört die besagt, das im Schnitt jeder Lokführer in seinem Berufsleben 1,4  Suizid-Fälle erleben muss, weil sich jemand auf die Schienen gelegt hat. http://de.wikipedia.org/wiki/Schienensuizid
Simons Vater war lange Straßenbahnfahrer und er berichtet, dass es bei den Kollegen ein großes Thema ist. Boris merkt an, das wenn jemand sich dazu entschliesst sein Leben zu beenden, es den Menschen auch egal ist was danach passiert und sie die daraus entstehenden Folgen nicht weiter interessiert. 
Sebastian fragt sich, da der Versuch des Suizid gescheitert ist, wer denn für die Kosten des Einsatzs und den Schaden am LKW aufkommen muss. Die Meinung unter den Podacstern ist geteilt.
Ramsauer möchte Hotline für “Schlafbaustellen” 00:32:41:000
Ramsauer wift den Bundesländern erhebliche Defizite beim Baustellenmanagement vor. 
Boris findet, das von der momentanen Koalition nichts anderes zu erwarten ist. Ramsauer ist als Minister selbst für die von ihm verwalteten Baustellen und den Betrieb zuständig. Insofern findet er, das es eine Bankrotterklärung ist, das er als Minister keine Kontrolle mehr hat und den Bürger aufrufen muss. Boris vermutet, das es einen Ansturm auf die “Hotline” gibt, wo Menschen Abends anrufen “Weil ja niemand auf der Baustelle ist” – Boris spekuliert, das in 95% aller Fälle die “Ausrede” kommen wird, das kein Material mehr zum Bauen vorhanden ist. Sebastian vermutet, das die Meldungen nicht bis zu dem Minister durchdringen werden, weil da zu viele Ämter und Posten dran hängen würden, wenn Mängel aufgedeckt werden. 
Es werden Witze darüber gemacht, das beim Flughafen BER auch erst Leute anrufen mussten, damit bemerkt wurde, das mit dem Bau etwas nicht stimmt. 
Sebastian ist der Meinung, das wir uns als Bürger gut von unserer Regierung “verarschen” lassen, sei es Prism oder sonstiges. 
Boris berichtet über eine Autobahnbaustelle in England, bei der sie wohl in Rekordzeit fertig geworden wären. In Luxemburg sieht es ähnlich aus. Laut  Boris’ Meinung wäre es kein Problem mehr Nachtbaustellen einzurichten und schlägt ein Bonussystem für Baustellenbetreiber vor, wenn ein Projekt vor dem Termin fertiggetellt wird.
Frank denkt, das je länger eine Baustelle dauert, desto mehr wird dafür bezahlt. Mathias merkt an, dass das Empire State Building in 11 Monaten gebaut wurde. http://de.wikipedia.org/wiki/Empire_State_Building
Die Podcaster lassen sich darüber aus, das gerade im Baugewerbe mutmaßlich viel Vetternwirtschaft stattfindet.
Unterhaltung über Wildwechselbrücken: http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnbr%C3%BCcke  Link zur von Boris angesprochenen Untersuchung zum Monitoring von Wildwechselbrücken: http://www.hochmoseluebergang.rlp.de/index.php?id=80
Sebastian findet, das es auf die Verhältnismäßigkeit beim Bau von Brücken ankommt. 
Einführung des Punktesystems 00:49:10:000
Die “Reform” stand eine Zeitlang auf der Kippe. Es war fraglich, ob sie diese Legislaturperiode noch durch den Bundestag geht. Nun wird sie zum 1. Mai 2014 in Kraft treten.
Spekulationen von Boris und Sebastian über den Ausgang der Wahl im September. Boris ist der festen Überzeugung, das es bei schwarz/gelb bleiben wird. 
 
Sebastians Netzfundstück der Woche: Der “Screeny Weeny” 00:51:09:000
Sebastian beschreibt das “System” mit einem Plastik Penis, das über einen Behälter sauberes Urin bei einem Drogentest abgibt, um nicht erwischt zu werden. 
Simon findet es eklig. Mathias wittert ein neues Geschäftsmodell, weil er sein Urin verkaufen möchte. Simon ist begeistert.
Sebastian stöbert durch den Webshop und amüsiert sich dabei köstlich. 
Franks Aufruf: “Lasst die Finger von Drogen, dann braucht ihr sowas auch nicht!” 
Boris möchte den als “Sponsor” für den Podcast haben.
Sebastian hat mit Ralf Meyer aus einem vorigen Cast über die Drogenproblematik gesprochen und dieser weiß, daß es im Kraftfahrerbereich eher weniger ein Problem ist.
Simon erzählt, das er Sicherheitsschuhe S3 im Design von “Chucks” gesehen hat:
Interview mit Mathias über CB- und Amateurfunk 01:02:38:000
Mathias lernt gerade selbst für den Amateurfunkschein http://de.wikipedia.org/wiki/Amateurfunkzeugnis
Der Kurs besteht aus 3 Teilen: Technik, Betriebstechnik und Vorschriften.
In der Klasse “E” für Einsteiger gibts 863 Fragen und bei dem größeren Schein gibts 1547 Fragen.
Ab einer Prüfgruppe von 10 Teilnehmern kommt der Prüfer pesönlich vor Ort um den Test abzunehmen. Die Prüfungen werden von der Bundesnetzagentur durchgeführt.
Früher hat Mathias auch mal CB-Funk betrieben. 
Simon berichtet, das in der Firma 3 LKWs mit CB-Funk Geräten ab Werk ausgerüstet wurden, die Reichweite beträgt jedoch nur max 900m. 
Das Klischeé, das Truckerfahrer stets und ständig mit CB-Funk unterwegs sind, stimmt nicht mehr ganz so zu wie früher.
Kanal 9 ist weitläufig als LKW- Kanal bekannt, eigentlich aber als Notrufkanal vorgesehen.  
Es  gibt Amateurfunkgeräte in allen Farben und Formen, so das man auch die  passenden Geräte in seinen LKW bzw. Fahrzeug einbauen kann.
Die Prüfung im Amateurfunk kostet für den Einsteiger 80€ und für den Profi 110 €, zudem zahlt man einmalig 70€ Bearbeitungsgebühr für ein Rufzeichen. Dann kostet es etwa 30€ pro Jahr an Lizenzgebühren.
Früher hat Simon auch den Funk aktiv benutzt. Aktuell sieht er keinen Sinn darin. Im Fernverkehr würde es mehr bringen.
Sebastian fragt, ob man auch während der Fahrt Funken darf weil ja Telefonieren mit dem Handy ohne Freisprechgarnitur verboten ist. Allgemeine Meinung ist: “Ja!”
Mathias berichtet, das nachts die Verbindung/ Reichweite beim Funken besser ist, da keine Sonnenwinde vorhanden sind, die stören würden.
Es ist auch möglich, die Reichweite mit einer sog. Relaisverbindung zu maximieren – so sind auch Verbindungen bis nach Australien möglich. 
Dadurch das es eine Prüfung gibt, tummeln sich auch weniger “Störer” in Amateurfunkfrequenzen. Laut Mathias sind Diskussionen über Politik und Religion über den Amateurfunk nicht zulässig, da sie Konfliktpotential bergen.
Sebastian will wissen, was eine Einsteigerausrüstung für den LKW kosten würde. Mathias meint, das für den Anfang auch ein Handfunkgerät reicht, wenn man sich mit einer Relaisstation verbinden kann.
Diskussion über die Ortung von “Störern”. Laut Mathias ist die Ortung von CB Funksendern eher möglich als bei Handys.
Beim Amateurfunk ist es durchaus gewollt, das man sich die Kenntnisse zulegt um sich ein Gerät selbst zusammenzustellen und zu bauen, solange man die Vorschriften einhält.
Simon interessiert sich, über was sich beim Funken unterhalten wird. Mathias merkt an, das man mit einem “Scanner” auch ohne Schein zuhören kann.
Sich einen eigenen Zahlencode zum Funken auszudenkenist verboten.
Frage an Boris, ob die Geheimdienste den Funk abhören. Er denkt, das die Möglichkeiten  zwar recht einfach wären, aber der Personalaufwand für eine weltweite Abhörung massiv wäre im Bezug zum Nutzen, den man daraus ziehen würde.
Mathias merkt an, das auch das Militär über Amateurfunk-Kanäle kommuniziert und diese Frequenzen mit Sicherheit abgehört werden.
Frage von Boris, das es früher sog “QSL-Karten” gab, ob diese heute noch verwendet und erstellt werden um stattgefundene Gespräche zu bestätigen und sich gegenseitig zuzusenden. Es gibt Verbände, die diese Karten dann sammeln.
Sebastian findet die Nostalgie und das “analoge” dabei faszinierend und schön, das so etwas trotz Internet-Kommunikation noch existiert. Gerade auch, weil es eine geschlossene Gruppe von Enthusiasten gibt. 
Mathias berichtet auch, das es ein sog. Mailboxsystem gibt und sogar Satelliten mit Amateurfunksendern bestückt werden können.
Unterhaltung über die Inhalte und das Geprächsniveau Social Communities wie Facebook, Twitter oder ADN (app.net).
Sebastian berichtet darüber, das er mit seiner damaligen Gruppe den Rekord im “CBDauerfunken” hält und  auch im Guinness Buch der Rekorde steht. 
Simon kündigt einen einzelnen seperaten Podcast mit einer Sendung über Amateurfunk an. 
Gadget der Woche: “Euro Truck Simulator 2” 01:43:05:000
Eins von Boris’ Hobbys ist das Spielen am Pc. 
Es gibt inzwischen alles mögliche an Simulatoren für Landwirtschaft, Müllautos und Klinken (“Operation am offenen Auge”) 
Simon und Boris berichten über die Detailverliebtheit des Spieles und das Verhalten der Verkehrstteilnehmer. Die Grafik finden sie aber nicht so prickelnd und nicht zwingend zeitgemäß.
Boris findet das Verhalten einer E Klasse, die ihn per Lichthupe vorgelassen hat total unrealistisch.
Sebastian macht sich über Simon und Boris lustig, weil sie sich auch nach Feierabend noch auf nen virtuellen LKW setzen und herumfahren. Boris entgegnet, dass das doch das Einzige ist, was sie können 😉
Mathias erkundigt sich, wie das Pausenverhalten im Gameplay eingebunden ist. 
Frank hats auch mal ausprobiert und mag es nicht. 
Allgemeines frotzeln über Smarts 🙂
Die Podcaster ziehts zum Grillen. 
Verabschiedung 01:54:54:000
Dank an Mathias! Wir beobachten dich!
Mathias hat das podcasten ganz gut gefallen, auch wenn er seine Stimme schrecklich findet. 
Da Chris nicht da ist, kapert Boris seine Verabschiedung mit “Carpe noctem – nutze die Nacht!” 

 

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