TC 017 – “Großkontrolle!”

Zufahrt zur Kontrollstelle

Zufahrt zur Kontrollstelle

Gut Ding will Weile haben! – das gilt auch für Episode 017. Aber
nun ist es endlich soweit, die Podcaster des TC haben sich
zusammengefunden, der Technikgott war uns wohlgesonnen.
In der aktuellen Ausgabe sprechen wir über die Fahrerbewegung
“Actie in de Transport”, die mit Demonstrationen auf die
Missstände im Transportgewerbe aufmerksam machen will, aktuelle
Sperrungen von Autobahnen und die damit verbundenen Mehrkosten
für Unternehmer, ein Fitnessstudio im Führerhaus und natürlich

der Truckercast als Zuschauer beim Wiegen

der Truckercast als Zuschauer beim Wiegen

über die Großkontrolle Schwerlastverkehr von Polizei, Zoll und Gewerbeaufsichtsamt, die Simon und Sebastian vergangene Woche als rasende Reporter begleiten durften!

 

Viel Spaß beim Hören!

 

Natürlich hatten wir bei der Großkontrolle neben dem Mikrofon auch die Fotokamera dabei. Eindrucksvolle Bilder der Kontrollstelle findet ihr in der Fotogalerie.


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avatar Johannes
avatar Christian
avatar Sebastian

 

Die ausführlichen Shownotes gibts wie immer nach dem Klick:


Intro 00:00:00.000

Begrüßung 00:01:09.000
Allgemeine Begrüßung von Sebastian, mit dabei sind dieses Mal der “Verschwörungstheoretiker” Ori, unser Smartfahrer Mathias und Christian.
Wir bedanken uns bei Christoph für das Engagement in der Anfangszeit des TC, verabschieden ihn aus dem Team und wünschen für die Zukunft alles Gute!
00:02:24.000 Wie waren eure letzten Wochen?
Christian ist inzwischen zum Nahverkehr gewechselt und freut sich über den “Luxus” jeden Tag zuhause schlafen zu können. Außerdem war er in Urlaub in Berlin.
Bei Ori war es wie immer relativ ruhig. Er hat den Eindruck, das die A3 auf seiner Strecke zwischen Hanau und Mönchhofdreieck nachts leerer ist als sonst. In einer Nacht haben ein paar Verkehrsteilnehmer konsequent die beiden linken Spuren “blockiert” und die Geschwindigkeit gedrosselt. Waren durchweg Urlauber aus allen Ländern.
Sebastian interessiert, wie schnell Ori so im Schnitt unterwegs ist. Er meint er könnte 180km/h, fährt aber im Schnitt 120-140 und hat Spaß am §2StVo, der leider kaum beachtet wird seiner Meinung nach. Sebastian meint, das sich das für das moderate Miteinander auch so gehört. Boris erklärt, das wenn man auf der Mittelspur unterwegs ist, gleich 2 Fahrstreifen auf einmal blockiert da man dazu genötigt wird, beim Überholvorgang 2 Spuren zu queren, um nicht zum Rechtsüberholen gezwungen zu werden. Boris und Sebastian plädieren auf den “GMV” – Gesunden Menschenverstand. Mathias merkt an, das viele Verkehrteilnehmer die rechte Spur als LKW-Spur empfinden. Christian berichtet von einem Fahrlehrer, der das so schult.
Boris erzählt, da von hinten kommende Xenon-Scheinwerfer als “Nötigung” interpretiert werden und versucht zu erklären, das es meistens als Warnung gemeint ist, wenn man sich schnell von hinten nähert.
 Christian und Ori differenzieren allerdings zwischen “einmalig aufblinken”dicht auffahren und “Blitzlichtgewitter””
Mathias berichtet, das er mit dem Smart meist auf der linken Spur unterwegs ist, weil die anderen Verkehrsteilnehmer meist zu langsam unterwegs sind. Diese “wachen ” allerdings meist auch auf und fahren dann plötzlich schneller, so dass man minutenlang auf gleicher Höhe nebeneinander fährt.
Boris kennt viele Kollegen, die auch ständig auf der Mittelspur unterwegs sind, obwohl ihre Berufsbezeichnung “Kraftfahrer” lautet.
Mathias und Boris berichten von der Großbaustelle auf der A1 zwischen Recklinghausen und Hamburg.
Christian erzählt von einem LKW, der vom Kreuz Walldorf bis zum Dreieck Hockenheim konstant auf der Mittleren Spur unterwegs war.
Christian behauptet, das aufgrund eines Gerichtsurteils die Tachoscheibe nur für Lenk- und Ruhezeiten zu bewerten ist, nicht für Geschwindigkeiten.
Sebastian findet das auch höchst interessant und trägt ihm als Hausaufgabe auf, einen entsprechenden Link zu suchen. 
00:19:00.000 Wortlos Guide – Schautafel für Fernfahrer mit Bildern
Dort sind Bilder von allen möglichen Gegenständen und Papieren, die man als Kraftfahrer im Alltag braucht, um sich auch verständigen zu können wenn man die jeweilige Landessprache nicht beherrscht.
Das Ganze kostet 1,95€+MwSt.
Ori merkt an, dass die Karte auch praktisch ist, wenn man als deutscher im Ausland unterwegs ist und sich dort besser verständigen kann.
Ori denkt sich, dass man diese Karte auch durchaus selbst erstellen könnte und fragt, ob es da irgend ein Benefit gibt, wenn man die bei dem Anbieter kauft.
00:23:00.000 Oris “Glatteis Story”
Es war irgendwann im Winter. Er war bei einem seiner Depots auf dem Hof einer Autowerkstatt. Er wollte rausfahren, als im auf der Straße Verkehr begegnete, den er vorbeilassen musste. Es waren um die -18C°. Als der Crafter an ihm vorbeifuhr bemerkte Ori, das das Fahrzeug wohl mit “sehr kleinen Reifen” unterwegs war. Bei genauerem hinschauen waren sie nicht klein, sondern auf dem hinteren rechten Rad ist dem Crafter ein Reifen geplatzt. Den Fahrer scheint das nicht interessiert zu haben, denn er fuhr stoisch seinen Weg weiter. Ori fuhr hinter ihm her und schaute sich das “Schauspiel” belustigt an.
Mathias erzählt von einem Fall, wo er auch 30-40km mit einem platten Reifen mit seinem Smart unterwegs war, stellte sich aufgrund von Erzählungen einen geplatzten Reifen aber spektakulärer vor, als es bei ihm selbst war. Bors merkt an, das es durchaus einen Unterschied ist, ob man 8 bar auf einem LKW-Reifen hat oder 2,2bar auf einem normalen Autoreifen.
Allgemeines Rätselraten, ob der Fahrer das nicht gemerkt hat, oder ob er mit “Vorsatz” gehandelt hat.
00:30:14.000 Demonstration in Lübeck vom 31 Oktober von “Actie in de Transport”
“<a href=”https://www.facebook.com/groups/actieindetransport/permalink/723504387676648/“>Video auf Facebook von der Demo</a>”
“<a href=”http://www.actie-in-de-transport.org/“>Homepage von der Vereinigung</a>”
Links zu Berichten von der Demo in Köln:
Sinn dieser Demo ist es, auf die Missstände und Dumpinglöhne im Transportgewerbe aufmerksam zu machen.
Stein des Anstosses der Demonstration war ein Spediteur namens “Dinotrans”, der phillipinische LKW-Fahrer für Westeuropa mit 690€ Brutto– Lohn einstellt.
Laut  Boris ist Ursache der momentanen Situation einerseits die Öffnung des Arbeitsmarktes nach Osteuropa in Verbindung damit, das die Politik in Deutschland aus Gründen verschlafen hat,  hierzulande einen Mindestlohn einzuführen, der diesen Effekt zumindest abgemildert hätte. So wie Sebastian den Einblick in die Branche hat, hat der einzelne Spediteur wenig Handhabe dagegen, sonst “ist man ganz schnell weg vom Fenster.
Begriffserklärung “<a href=”http://de.wikipedia.org/wiki/Kabotage“>Kabotage</a>”
Osteuropäischen Firmen ist es nur begrenzt erlaubt, inländische Transporte durchzuführen, da diese geringere Lohnkosten haben und ihr Equipment günstiger unterhalten können und damit ein Ungleichgewicht in den Wettbewerbs- Bedingungen stattfindet.
Sebastian findet grundsätzlich, das die Jungs in der Gruppe recht haben, was den Protest angeht. Was ihm nicht gefällt ist, das sehr polemisch gegen ausländische Fahrer gewettert wird. Die Wut sollte sich besser gegen die Politik richten.Man sollte aufpassen, was man in der Öffentlichkeit von sich gibt, da ist das beschimpfen oder kritisieren von einzelnen ausländischen Spediteuren eher unangebracht.
Wenn man gegen die Gruppe “Actie” vorgehen will, braucht man sie nur als ausländerfeindlich hinzustellen. Das macht sie sehr leicht angreifbar.
Mathias ist auch der Meinung, das die Fahrer am wenigsten dafür können.
Boris ist ganz auf Sebastians Seite – der Fehler liegt zum großen Teil bei der Politik. Er ist viel in der Grenzregion Luxemburg unterwegs, wo auch viele Speditionen aufgrund der geringen Steuern ansässig sind. Er merkt an, das man nicht mehr genau sagen kann, in welchem LKW welcher Fahrer aus welchem Land sitzt. Boris merkt an, das auch viele Ddeutsche nach Luxemburg pendeln, weil sie dort besser bezahlte Arbeit haben als in Deutschland.
Christian findet das auch gut und teilt die allgemeine Meinung der Podcaster.
Boris findet, das wir uns in Deutschland viel zu viel gefallen lassen.
Er merkt an, das die Berichterstattung zu dem Thema sehr zweigeteilt ist. Der Bericht im Express ging ausschliesslich um die Lärmbelästigung der Demonstration, weniger wurde der Grund genannt.
00:52:18.000  Nachwuchssorgen in der Speditions- und Logistikwelt
Zitat von Frank Huster,”<a href=”http://www.spediteure.de/de/site/1383//n133/page/n133/index.xml“>DSLV</a>”- Geschäftsführer: “Vielleicht sollte mal  auf RTL2 eine Dokusoap laufen um zu zeigen, wie cool Logistik ist.” Wie  kann man Berufsanfänger von unserer Welt begeistern?
Sebastian frotzelt wieder über RTLII – Mathias fände das auf “MännerTV”(DMAX) ganz passend. Sebastian versteht die Aussage nicht und fragt sich, ob er das ernst meinte oder aus Spass.
Auf DMAX gibts schon eine Art Dokumentation über LKW-Fahrer: “<a href=” http://www.dmax.de/web/asphalt-cowboys/serie/“>Asphalt Cowboys</a>”
Ori weist darauf hin, das in Verbindung mit so einer Doku auch falsche Vorstellungen von der Arbeitswelt der Berufskraftfahrer entstehen können.
Sebastian hat die Doku-Sendung auch ganz kurz mal gesehen und fand das ganz gut dargestellt. Lediglich der Sprecher sei etwas unpassend, findet Mathias.
Boris: Du kannst keine Doku machen, in der jemand 9 Stunden am Steuer eines LKWs sitzt.
“<a href=”http://de.wikipedia.org/wiki/Die_sch%C3%B6nsten_Bahnstrecken_Deutschlands“>Die schönsten Bahnstrecken Deutschlands</a>”
Boris meint, die Filme wären ein “Lückenfüller”, wenn den Fernsehsendern das Programm ausgeht”.
00:60:57.000. Warnwestenpflicht in allen PKW
Das Mitführen einer Warnweste wird, wie schon in vielen anderen  europäischen Ländern, auch in Deutschland Pflicht – allerdings erst zum  1. Juli 2014. Wenn dann die Warnweste fehlt, ist das eine  Ordnungswidrigkeit. Auch bei der Hauptuntersuchung muss überprüft werden, ob die Weste an Bord ist.
Lt. Sebastian sind schon jetzt alle gewerblich genutzten Fahrzeuge von der Warnwestenpflicht betroffen.
Boris versteht nicht, warum die Regelung erst nächsten Jahr in Kraft tritt.
Sebastian berichtet, das es im Ausland Regelungen gibt, das für jeden Mitfahrer bzw. Sitzplatz eine Weste vorhanden sein muss.  “<a href=”http://de.wikipedia.org/wiki/Warnweste“>Übersicht zu Regelungen in Europa</a>”
Ab Juni 2014 ist es eine Ordnungswidrigkeit und kostet bei einer KontrolleBußgeld wenn nicht vorhanden.
Boris sieht in letzter Zeit subjektiv viele Leute auf der Straße in Warnwesten herumlaufen und fragt sich, ob da irgendwann ein Gewöhnungseffekt einsetzt und diese dann trotz Leuchtfarbe übersehen werden.
Mathias merkt an, das man schwarz angezogene Menschen überhaupt nicht sieht.
Sebastian hat bereits schon persönliche Studien dazu durchgeführt, die zu dem Ergebnis gekommen sind, das er  nicht bestätigen kann, das ein Gewöhnungseffekt auftritt.
Er hat davon gehört, das Torwarte im Fußball grundsätzlich helle Kleidung tragen, damit die Stürmer diesen eher fixieren und dann unterbewusst auf ihn schießen anstatt vorbei ins Tor.
Selber Effekt tritt auch im Straßenverkehr auf. Sebastian regt sich über Fahrradfahrer auf, die ohne Licht und Warnweste unterwegs sind.
01:18:06.000 Bußgeld wegen laufender Klimaanlage
Ein LKW-Fahrer hat in einem Industriegebiet gestanden und wegen der Hitze seine Klimaanlage bei laufendem Motor angelassen, worauf sich Anwohner die Polizei wegen Lärmbelästigung riefen.
Boris meint, das man als LKW-Fahrer dazu verpflichtet ist seine Fahrtüchtigkeit aufrecht zu erhalten und insofern muss man auch schlafen (können). Er merkt an, das man sich nicht unbedingt in ein Wohngebiet stellen sollte, auch wenn die Parkplatzsituation nicht immer die Beste ist.
Boris appeliert an die gegenseitige Rücksichtnahme von Anwohnern und LKW-Fahrern.
Mathias findet es frech, in einem Industriegebiet ein Ticket deswegen zu bekommen.
01:24:56.000  Der Daimler “Top Fit Truck”
 “<a href=”http://technicity.daimler.com/topfittruck/“>Artikel von Daimler zum Konzept-LKW</a>”
In der Kabine sind viele sinnvolle und angenehme Features eingebaut, die das Leben und die Erholung des Kraftfahrers während seiner Arbeit angenehmer machen soll. Es sind auch viele Möglichkeiten vorhanden, Fitnessübungen während der Arbeit durchzuführen. Unter anderem ist eine Musikanlage vorhanden, die die Musik der jeweiligen Fahrsituation anpasst.
Sebastian findet das ne gute Sache, das sich seitens der Hersteller Gedanken um das Wohlergehen des Fahrers gemacht wird, meint aber dadurch das es Aufpreis kosten wird, wird es nur von wenigen Spediteuren beim Ordern der LKW mit in Betracht gezogen.
Mathias findet das optimal für einen Stau, “da hat man dann etwas zu tun”.
01:29:25.000 Sperrung der Raderhochbrücke
“>Podcast von “HR3 – der Tag: Weniger ist gar nichts mehr – Wenn Sparen ans System geht”</a>”
“<a href=”http://www.taz.de/!121418/“>Artikel in der TAZ</a>”
Das Thema schliesst an den letzten Truckercast an, in dem es um das Eisenbahn- Stellwerk in Mainz und den generellen Sparwahn der Kommunen an der Infrastruktur ging.
Bei Routineuntersuchungen an der Brücke wurden Schäden entdeckt, die wohl wesentlich schlimmer waren als ursprünglich gedacht.
Die Brücke ist ein Nadelör und die direkte Verbindung nach Skandinavien.
Nun ist sie für den Verkehr über 7,5t gesperrt. Der Anstieg des Verkehrsaufkommens wurde bei der Planung und beim Bau der Brücke unterschätzt.
Die Spediteure, die von der Sperrung betroffen sind überlegen sich, den Staat auf Schadenersatz zu verklagen, da ihnen dadurch erhebliche Mehrkosten entstehen, Beispiel eines Mittelständlers der durch die gesperrte Brücke rund 20.000 Euro im Monat verliert.
Boris merkt an, dass man mit der selben Logik auch als Privatmann dem Staat die Reperatur eines Fahrwerks in Rechnung stellen könnte, weil sich die Straßen in einem desolaten Zustand befinden und hier ein Mehrverschleiss auftritt.
Boris bemerkt, das in den letzten Jahren schon sehr viele Straßen modernisiert werden und man merkt, wo die LKW-Maut hingeht.
Sebastian findet, das man nicht von den Unternehmen verlangen kann das sie gut wirtschaften und keine passende Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird. Er weist auch drauf hin, das man nicht mal eben eine Nebenstraße nutzen kann, sondern das es ein großer Umweg ist.
Sebastian hat einen Artikel in der Zeitung gelesen, das die Regierung vor der Wahl nochmal 500Millionen Euro zur Verfügung stellt, um Bahnstrecken und -Brücken zu modernisieren. Boris merkt an, dass das nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist aufgrund des Reperaturstaus der
letzten 20 Jahre.
01:40:44.000 Boris’ Netzfundstück der Woche: Swimming-Pool-BMW
Boris erzählt aus dem Bericht, das ein Cabrio auf der Straße unterwegs war, aus dem Wasser ausgetreten ist und in der Kurve herausschwappte.
Ein paar Leute hatten sich ein BMW E36 Cabrio genommen und den Innenraum zu einem Swimmingpool umgebaut. Der Fahrersitz war z.B. ein Campingstuhl.
Die Podcaster fragen sich, wie das mit der Elektronik und den Pedalen bewerkstelligt wurde.
Abschweifen zu der britischen BBC-Sendung “<a href=”http://www.topgear.com/uk/“>TopGear</a>”
Die von Ori angesprochene Beispielsendung:  “<a href=” http://www.youtube.com/watch?v=OLAtcrB0GZg“>”The greatest Road in the World</a>”
Ori bekundet seinen Respekt vor der Arbeit, die sich die Erbauer des Swimmingpool-Cabrios gemacht haben. Sebastian merkt an, das die Insassen betrunken waren und wohl zuerst vor der Polizei abgehauen sind , danach aber nochmals zurückkamen, um Geldbeutel und Schuhe aus dem Kofferraum zu holen.
01:47:58.000 Boris’ Gadget der Woche.
Dieses mal kommt das Gadget von den Hörern bzw. ist ein Aufruf von Ori an die Hörerschaft, der gerne Empfehlungen hätte was unser Publikum für Bluetooth-Headsets benutzt die sie ihm empfehlen können.
01:50:19.000 Ankündigung der Reportage und Verabschiedung 
Sebastian berichtet von der Reportage der Großkontrolle u.A. als ein Polizist ihn angesprochen hatte, das an Sebastians Auto der TÜV abgelaufen ist!
Er hat am selben Tag noch in der Werkstatt angerufen und einen Termin zur TÜV- Untersuchung gemacht.
Die Reportage hat ihm viel Spass gemacht. Unter anderem war ein Fernsehteam des SWR vor Ort, die sich dreisterweise zwischen ihn und einen LKW-Fahrer gestellt haben.
Sebastian fand den Umgang der Polizisten vor Ort zu den Fahrern sehr freundlich und vorbildlich.
Mathias merkt an, das er bei einer Kontrolle noch nie pusten “durfte”.
Verabschiedung der Podcaster
01:59:08.000 Reportage von der Autobahnkontrolle.
Die Polizistin Susanne Fritsche wird von Sebastian interviewt.
Als erstes wird ein Abfallcontainer-LKW kontrolliert. Die Polizistin beschreibt, was an dem LKW zu bemängeln ist. Er ist durch die Beladung zu hoch und zu breit.
Der Fahrer braucht eine Überbreite-Genehmigung und könnte dann erst weiterfahren.
Als nächstes wird der Leiter der Kontrollstelle, Herr Holger Kretz interviewt:
Momentan sind auf der Kontrolle 18 Beamte unterwegs, jeweils drei vom Zoll und von der Gewerbeaufsicht, die vor Ort sind um sich die Zusammenarbeit anzuschauen.
Der Zoll kontrolliert innerhalb seines Zuständigkeitsbereiches, also Arbeitsgenehmigungen bei ausländischen Insassen oder Schmuggelware.
Es wurde eine mobile Waage installiert, die Fahrzeuge bis 100 Tonnen wiegen kann.
Der Leiter berichtet nach den Auswahlkriterien, nach denen die “Abfangjäger” Fahrzeuge aus dem Verkehr ziehen.
Es ist auch ein Spezialist für Tiertransporte vor Ort.
Sebastian fragt nach Insidertipps für das Verhalten von LKW-Fahrern in Kontrollen, das alles reibungslos vonstatten geht.
Herr Kretz berichtet von Kraftfahrern, die auch mal mehr oder weniger kooperativ sind.
Her Mugalla – Sachverständiger für Kraftfahrzeuge, Fahrzeugschäden und Bewertung
Er ist standartmäßig bei jeder Kontrolle vor Ort.
Er erzählt, das immer etwas los ist, auch wenns nur um Ladungssicherung geht.
Sebastian und der Interviewte schauen sich die Ladungssicherung eines LKW an und sprechen über Vorspannkräfte von Spanngurten.
Zurück zu dem Mülltransporter; ihm wurde erlaubt weiter zu fahren weil er sonst die nächsten Wochen nicht wegkommt.
Sebastian ist an der Waage und beobachtet, wie ein Tieflader gewogen wird und lässt sich das System erklären.
Die Gewichte sind mit Abzug einer kleinen Toleranz gerichtsverwertbar.
Interview mit Mario, der einen LKW mit Neuwagen fährt und schon länger auf dem Parkplatz steht.
Es wurden Differenzen in der Höhe festgestellt, er kann aber innerhalb der Toleranzgrenzen weiterfahren.
Nächster Interviewpartner ist Rainer Schmitt vom Zoll
Er kontrolliert nach dem Schwarzarbeitbekämpfungsgesetz sowie ausländische LKW im Zollrecht.
Es können alle Angaben zu Arbeitsverhältnissen telefonisch über eine Hotline überprüft werden.
Bevor gegen Arbeitgeber ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, hat dieser die Möglichkeit, mit Unterlagen vorhandene Fragen im voraus zu klären.
Für Berufskraftfahrer, die regelmäßig im Ausland sind gelten spezielle Regeln was das Mitbringen von Zollware wie Zigaretten usw. angeht.
Interview mit Stefan, der einen Muldenkipper fährt.
Bei ihm wurde die Ladungssicherung beanstandet, weil die Mulde nicht mit einer Plane abgedeckt wurde.
Er bekommt 75€ Strafe und wahrscheinlich einen Punkt.
Rainer Vetter von der Motorradstaffel wird befragt.
Von den BKF wird er meist “Abfangjäger” genannt. Sebastian interessiert sich für die Kriterien, nach denen er rauszieht.
Er hat keine speziellen,  es kommt aufs Aussehen des Fahrzeugs an. Er hat noch nie erlebt, das ein LKW sich der Kontrolle widersetzt hat und weitergefahren ist.
Sie stehen meist im Schatten, weil man es wartend in der Sonne nicht aushält. Wegen dem Lärm behalten sie auch ihren Helm auf.
Im Endeffekt müssen die Kontrolleure nehmen, was die Motorradstaffelfahrer an Fahrzeugen raussuchen.
Simon meldet sich zu Wort
Es fährt gerade ein LKW ohne Aufforderung der Polizei mitten in die Kontrollstelle hinein, scheints aber doch gemerkt zu haben, wo er “gelandet” ist.
Interveiw mit einem Passanten:
Er empfindet die Kontrolle als reine Willkür und ist der Meinung, es sollten mehr Sprinter herausgezogen werden. Er sieht nicht, dass diese kontrolliert werden und spricht die mangelnde Ladungssicherung an.
Bericht, wie Auslesegeäte von Fahrtenschreibern benutzt werden und welche es gibt.
Ein Fahrer kann sowohl mit Karte als auch mit Scheibe fahren. Man nennt das “Mischbetrieb”
Hauptverstösse sind zu kurze Pausen und zu lange Lenkzeiten.
Der Unternehmer muss alle 90 Tage den Massespeicher auslesen und seperat speichern, ansonsten kann es sehr teuer werden.
Sebastian fragt nach der Parkplatzsituation und dem Umgang, wenn der Fahrer keinen Rastplatz findet.
Die Auslesung der Fahrerkarte hat ergeben, dass das Auslesen des Massespeichers überfällig ist.
Polizist Herr Ingolf wird interviewt
Er kontrolliert Bremsen auf Verschleiss und Risse. Im Rahmen der Abfahrkontrolle muss jeder Fahrer eines Sichtprüfung der Bremsanlage vornehmen.
Sebastian spricht mit Martin, der eineBaumaschine auf einem Tieflader fährt und gewogen wurde.
Es wurde festgestellt, das seine Ladung Übergewicht hat. Das Fahrzeug sei zwar für diese Lasten ausgelegt und zugelassen, es fehlt aber eine spezielle Genehmigung.
Er hat schon mit seinem Chef gesprochen und ihm den Vorfall gemeldet.
Sebastians Abschlussplädoyer, das der Umgang miteinander generell sehr angenehm und respektvoll vonstatten gegangen ist!
Er zieht ein positives Resümeé und findet die Kontrollen gut, wenn höflich und sachlich miteinander umgegangen wird.
2:39:36.000 Ende

 

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Ein Gedanke zu „TC 017 – “Großkontrolle!”

  1. Eure Folge zur Großkontrolle war super. Ich selbst (Busfahrer) wurde zwar schon in Frankreich und Belgien kontrolliert, aber in Deutschland noch nicht. Wobei ich bei meinen Kontrollen in Frankreich feststellen musste, dass immer etwas gefunden wurde, was sich in einem dreistelligen Strafzettel niederschlug (und ich zweimal auch den subjektiven Eindruck hatte, es würde so lange gesucht, bis man etwas findet), in Belgien aber meistens sehr grob das Gesamtbild betrachtet wurde (Alkohol wurde dort immer gemessen, ansonsten sah man sich die analogen und digitalen Aufzeichnungen eher oberflächlich durch) und diese Kontrollen immer recht schnell fertig waren. In der Schweiz wurde ich bislang nur 1x auf einem Busparkplatz kontrolliert, was leider sehr teuer geworden ist (allerdings zu Recht – ich hatte den Stichtag verpennt und war locker geschmeidig ohne Ziffer 95 unterwegs). Habt ihr im Lkw ähnliche Erfahrungen in verschiedenen Ländern – also dass man sich in Land A vor der Kontrolle tendenziell fürchtet, während man in Land B der Sache gelassen entgegen sieht und es in Land C nicht abschätzen kann?

    Die Rader Hochbrücke… ist sie eigentlich immer noch zu? Ich hatte im August 2013 das Vergnügen. Spät abends übernahm ich in Hamburg einen 50-Sitzer-Bus mit Jugendlichen auf dem Weg zur Freizeit nach Schweden. Die Strecke zu dem Haus, zu dem wir mit den Jungs und Mädels fahren, ist ab Hamburg als alleiniger Fahrer gerade so in der maximalen Lenkzeit zu schaffen.
    Kurz vor der Brücke dann großes Empfangskomitee – die Polizei achtete darauf, dass sich die Fahrer schwerer Fahrzeuge auch wirklich an das Verbot halten. Irgendwo aus dem Augenwinkel bildete ich mir ein, gelesen zu haben, ich solle Richtung Kiel weiter fahren. Das tat ich dann auch – nur um festzustellen, dass die Autobahn in einer riesigen Kreuzung endete und in der Richtung, in der ich weiter fahren wollte, nur noch Wasser kommt. Also den Bus samt Anhänger elegant um die Kreuzung gewendet, zurück auf die Autobahn, nur um wenige Minuten später von einer Polizeistreife auf den Standstreifen geleitet zu werden. Huch, sollte mein Wendemanöver mitten in der Nacht wirklich jemanden so sehr gestört haben? Nein, die Herren warnten mich nur vor einem frisch überfahrenen Tier, das offenbar ein Stück weiter über beide Spuren lag. Das fand ich dann doch nett – und ich habe die Chance gleich genutzt, die beiden zu fragen, wie ich denn am besten auf die andere Seite des Kanals käme. Man hat mir dann einen Tunnel bei Rendsburg empfohlen, der zwar auch gerade bebaut wurde und – wenn ich mich recht erinnere – für schwere Lkw gesperrt war, aber nicht für Busse. So kamen wir dann doch noch in Schweden an 🙂 Allerdings fand ich die Umleitungsbeschilderung aus beiden Richtungen kommend als Ortsunkundiger absolut mangelhaft. Die Schilder standen immer nur sehr kurz vor den jeweiligen Abfahrten und wiesen ein paar Ortschaften aus, die auf den folgenden Landstraßen nicht durchgängig angeschrieben waren. Hätte ich diese Stelle regelmäßig passieren müssen, hätte ich wohl im Strahl gek*tzt 🙂

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