TC 011 – die rollende Gefahr

Sebastian und Ralf Mayer

Sebastian und Ralf Mayer

Endlich hat es geklappt, wir können euch das Interview mit dem Gefahrgutexperten und Sachbuchautor Ralf Mayer präsentieren, natürlich gibt es dazu auch ein Gewinnspiel.

Zudem haben wir unseren ersten Truckercast-Praktikanten, herzlich Willkommen Boris!

Wir sprechen über interessante Erlebnisse auf der Straße, Alltagsgeschichten und die Punktereform in Flensburg, Gerüchten zufolge gibt es hier in Zukunft gravierende Änderungen für Gefahrguttransporte.

Unsere Selina mit Tim Pritlove

Unsere Selina mit Tim Pritlove

Das beste kommt zum Schluß; unsere Social Media Managerin Selina war für den truckercast auf der re:publica 13 und hat im Gespräch mit Simon allerhand interessantes von dort zu berichten!

 

 

 

 

 

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Die Shownotes gibts nach dem Klick:

Shownotes

Intro 00:00:00

Begrüßung
 00:00:32

Begrüßung und Vorstellung Boris
 00:01:10
Twitter-Profil: <https://twitter.com/_Nachtflug >
Boris fährt Nachtexpress zwischen Trier und Frankfurt, Arbeitszeiten zwischen 17:00 und 08:00 Uhr, leidenschaftlicher Podcastkonsument, findet die Fernfahrerthematik interessant und hat sich als Praktikant beim Podcast beworben 😉

Was ist in den letzten zwei Wochen passiert?
 00:05:37
Simons Geschichte von dem „Cayenne-Schieber“ <Porsche Cayenne:http://de.wikipedia.org/wiki/Porsche_Cayenne> Sattelzug fährt beim Versuch rückwärts die Abbiegespur zu wechseln auf einen hinter ihm stehenden Porsche Cayenne auf. Simon bietet sich als Zeuge an. Am selben Tag ist an der selben Kreuzung noch ein Unfall mit dem selben Unternehmen passiert, bei dem der LKW “weggekippt” ist und somit die ganze Zufahrtsstraße blockiert hat. Cayenne-Fahrer hat die Handbremse angezogen, als der LKW auf ihn aufgefahren ist.

Champions-League Finale  FC Bayern gegen BVB Dortmund
 00:14:26
Die Podcaster sitzen auf glühenden Kohlen wegen des anstehenden Finalspiels.
Chris tippt auf ein 2:1 für Borussia Dortmund. Wenn der BvB das schafft, spendiert Chris eine Kiste _gutes_ Bier. Simon gibt nichts aus, wenn die Bayern gewinnen. Frank und Sebastian hoffen auch, das der BvB gewinnt. Frank ist der Meinung, das die Bayern es verdient hätten. Sebastian findet, das beide es verdient haben. Boris ist kein Fussballfan und eher an Motorsport interessiert.

Top Thema: Interview mit Ralf Mayer Sachbuchautor des Buches “Die rollende Gefahr”
 00:17:23
Das Buch ist seit Dezember 2011 auf dem Markt. Ist nach ADR-Kapiteln aufgegliedert.<ADR: http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_%C3%9Cbereinkommen_%C3%BCber_die_internationale_Bef%C3%B6rderung_gef%C3%A4hrlicher_G%C3%BCter_auf_der_Stra%C3%9Fe>  Zeigt Fehler auf, die beim Umgang mit Gefahrgut auftreten können. Man sieht, was die Behörden bei Gefahrguttransporten feststellen.
Grundsatz zum Verhalten bei Kontrollen: Höflichkeit, Anstand und gegenseitige Achtung der Person.
Man baut eine Gewisse Abneigung gegen das Kontrollteam als Kraftfahrer auf. Fahrer sollten bei Kontrollen aussteigen, um sich “auf Augenhöhe zu dem kontrollierenden zu begeben”.
Tipp von Sebastian bei Kontrollen: Locker und enspannt sein.
Verständigung bei Sprachproblemen. “Ahderrr” verstehen die meisten Fahrer. Unterhaltung mit “Hand und Fuß” zwischen Fahrern und Kontrolleuren.
Vorgehen bei Vergehen gegen Regeln. Generelle Probleme und Verstösse bei Kontrollen.
Kosten bei Unfällen mit Gefahrgut stehen in keinem Verhältnis zum Bußgeld bei Kontrollen.
Fahrer soll bei falscher Beladung auch mal den Mund aufmachen an der Ladestelle.
“Gefahrkategorien 1, 2 und 3”
Ladungs und Kennzeichnungsverstösse sind immer Kategorie 1 einzustufen – mit der Verweigerung der Weiterfahrt muss gerechnet werden.
Fahrverbote bei Eis und Schnee – Festlegung wann das Verbot greift.
Umgang, Kontrolle und Schulung mit Feuerlöschern. Feuerlöschübungen sind bei der Ausbildung eigentlich vorgesehen.
Sehr wenige Fahrer von Gefahrgut werden lt. Statistiken unter Alkoholeinfluss am Steuer “erwischt”. Im Gefahrgutbereich ist der Fahrer auf die Problematik sensibilisiert
Die schlimmsten und schönsten Erlebnisse im Berufsalltag eines Gefahrgutkontrolleurs.
Fahrer erkannten Autor am Namen und erinnerten sich an sein Buch.
Die am Meisten vorkommende Ausrede: “Herr Wachtmeister, heute morgen als ich weggefahren bin war alles okay!”
2. Teil des Sachbuches erscheint im Verkehrsverlag-Fischer ca. Mitte August 2013
ist eine aktualisierte Fassung und enhält die Neuerungen im Bereich ADR.
Bußgelder bei Verstössen im Ausland meist um ein Vielfaches höher.
Lt. Sebastian ist das Buch noch im Handel erhältlich und kostet 16€.
Sebastian glänzt durch Fachwissen

Die witzigsten, erwähnenswertesten Geschichten
 00:57:09
Freitag großes “Podcastertreffen im Vorbeifahren” auf der A61 beim Entgegenkommen zwischen Boris und Chris.
Chris’ Erlebnisse beim Schweizer Zoll – massive Zeitverzögerungen
Während des Verzollungsvorganges bemerkte ein Truckerkollege, das Chris an der Zugmaschine einen Platten hatte. Reifendienst stellte fest, das die Felge einen Haarriss hatte. Durch viele Verzögerungen beim Abladen hat Chris es erst Samstag Mittag nach Hause geschafft.

Simon hat mal auf der Autobahn Fussball gespielt.
01:04:54
Beim Transport von Pumpen geriet Simon morgens auf dem Weg nach Stuttgart in einen Stau wegen eines brennenden LKWs, der Fett geladen hatte und sich über alle 3 Spuren quergelegt hatte. Autobahn war voll gesperrt und Simon stand ohne Verpflegung und Getränk mitten im Hochsommer auf der Autobahn.

Boris’ Netzfundstück der Woche: Trucks aus Beton
 01:14:10
Webseite: <http://www.shop.faszination-aus-beton.eu/lkw%C2%B4s-auflieger-c-20.html>

Berichte von Unfällen der letzten 14 Tage
 01:16:27
Boris hat einen Unfall mit einem LKW erlebt, der vor ihm gefahren ist.
Spekulationen um die Ursache des Unfalls.

“Reform” des Punktesystems für Führerscheinbesitzer.
01:23:13 <http://www.sueddeutsche.de/auto/punktekartei-in-flensburg-kabinett-beschliesst-reform-der-verkehrssuenderkartei-1.1548544>
Punktesystem wird auf max. 8 Punkte reduziert, bis der Führerschein eingezogen und ggf. eine MPU angeordnet wird. Bußgelder sollen steigen. Es gibt in Zukunft nur noch Punkte für verkehrsgefärdende Verstösse. Es werden vermehrt Fahrzeugführer im Verkehr gesehen, die während der Fahrt telefonieren. Freisprecheinrichtungen kosten weniger als das erste Bußgeld, was es beim telefonieren während der Fahrt gibt. Simon kann sich ein Leben ohne Smartphone nicht vorstellen 😉 In der Branche wird gemunkelt, das für Gefahrgutverstösse auch Punkte verteilt werden. Diskussion um “begleitetes Fahren”<http://de.wikipedia.org/wiki/Begleitetes_Fahren> Simons Erzählung von seinem Ersten Auto “Opel Calibra Odenwaldschleuder” <http://de.wikipedia.org/wiki/Opel_Calibra> Sebastians erstes Auto war ein Suzuki Swift <http://de.wikipedia.org/wiki/Suzuki_Swift>

Umbau Zollhof Basel
 01:43:51
Chris berichtet von der Situation vor Ort. Absperrungen von Supermarktparkplätzen für LKWs.

Selinas Besuch auf der re:publica mit Interview
 01:53:02
Selina kümmert sich beim Truckercast um Social Media.
Die re:publica ist eine Internet- und Bloggerkonferenz in Berlin über 3 Tage. 5000 Besucher.
Das Internet und W-Lan war gut ausgebaut und funktionerte zuverlässig. Austragungsort war die “Station Berlin”: <http://www.station-berlin.de/>
Großes Thema war Netzneutralität und die Drosselpläne der Telekom <http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit%C3%A4t>
Selina betreibt einen Liveticker zu den “Hamburg Blue Devils” <http://blueticker.me/>
“Verschmelzung” von Fernsehen und Social Media.
Vortrag von Podcaster Tim Pritlove: <http://www.youtube.com/watch?v=CIBN-e-aja8> Homepage von Tim Pritlove mit Podcastverzeichnis: <http://metaebene.me/>
Sind Podcasts eine Konkurrenz zum klassischen Radio? Tickets für die re:publica kosten als “Early Bird” (Frühbucher) 100€- sind aber begrenzt, normale Tickets für alle 3 Tage kosten 150€, Verpflegung nicht inbegriffen. Hotelpreise zur Konferenz. Das wirklich Interessante an der Konferenz ist das “socializing” und Treffen von bekannten und Freunden, die man sonst nur übers Netz kennt. Sascha Lobo <http://de.wikipedia.org/wiki/Sascha_Lobo> war auch anwesend und immer umringt von Reportern. Saschas Webseite:<http://saschalobo.com/vortraege/> Selina hat mit Tim Pritlove ein Foto machen dürfen.
Sebastian ist zuversichtlich, was die Zukunft des Podcasten angeht und bezeichnet sie als “Medium der Zukunft”.

Technikgebabbel und Ausblick auf Pläne des Truckercast-Teams:
02:20:21
Nächste Ausbaustufe des Truckercasts wird ein kleines Podcaststudio bei Simon zuhause.

Verabschiedung und Schluss
02:22:12
Chis verabschiedet sich heute auf griechisch.

 

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Ein Gedanke zu „TC 011 – die rollende Gefahr

  1. Hallo zusammen,

    vielen Dank für die, erwartungsgemäß, tolle Folge. Ihr habt mich beim Sensen gut unterhalten 🙂

    Ich möchte etwas zu eurer Unterhaltung bzgl. Fahrschule und Führerschein ergänzen. Es ist nicht so, dass man mit 10 Fahrstunden auf die Strasse entlassen wird, denn es sind schon 12 Sonderfahrten (Autobahn, Nacht usw.) fällig, die an die eigentliche Ausbildung anschließen. Bevor die Sonderfahrten gemacht werden, sollte der Fahrschüler also schon ein paar Stunden hinter dem Lenkrad verbracht haben. Fahrschulen, die das anders handhaben und mit “extra schnell zum Führerschein” werben, sind übel…

    Mein Fahrlehrer (ich machte vor etwa 3 Jahren meinen Führerschein, mit 29) sagte, die durchschnittliche Anzahl Fahrstunden bis zur Prüfung liegt heute bei etwa 35-45, insbesondere weil junge Menschen immer schlechter “praktisch bildbar” sind. Konzentration fehlt, Erlerntes anwenden und umsetzen fällt schwer usw.

    Der Ausbildung stehen oft auch die Eltern im Wege, die nämlich nicht bereit sind dem Sprössling die Fahrstunden zu bezahlen und Druck machen. Dabei ist jede Fahrstunde an der Seite des Fahrlehrers enorm wichtig und wertvoll und auch nicht durch begleitetes Fahren zu ersetzen. Insbesondere Eltern eignen sich oft gar nicht als Begleitung, weil ihnen selbst die “guten Fahrereigenschaften” fehlen und sie deshalb gar nicht richtig korrigieren bzw. eingreifen können, sie ausserdem häufig nicht die nötige Ruhe und Geduld (von der Angst um die Familienkutsche mal abgesehen *g) mitbringen.

    Viele Grüße, piratte

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